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FaszinationTechnik

Regelmäßig wird sie beklagt, die Technikferne der Deutschen. Wirtschaft und Wissenschaft weisen dann darauf hin, dass sie mit Websites, Broschüren und Infotainment-Events alles tun, um Technik zu erklären.

Aber genau da liegt das Problem, das zu Kommunikationskatastrophen von Kernenergie bis Biotech beigetragen hat. Denn geballte Fachinformationen vermitteln nicht, was am wichtigsten ist: die Faszination der Technik. "Willst Du ein Schiff bauen", schrieb einst der Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint-Exupéry, "lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer." In Deutschland würde der Rat wohl lauten: Drücke jemandem eine Broschüre über den Auftrieb in die Hand.

Ist das nächste Akzeptanzdesaster also unvermeidlich? Nein - die Rezeptur zur gesellschaftlichen Einführung einer neuen Technik ist bekannt. Man nehme solide Fachinformationen als Basis, füge intensive Dialoge mit Nichtregierungsorganisationen und Kritikergruppen hinzu und runde mit dem Wichtigsten ab: emotionalisierende, breitenwirksame Kommunikation. Und wer Sachkenntnis mit Begeisterung verbinden will, darf nicht nur TV-Spots schalten, sondern muss das gesamte Instrumentarium moderner Kommunikation zum Einsatz bringen. Das ist die einzige Chance, die nächste technische Revolution in unserer Gesellschaft zu verankern - nicht als ungeliebte Notwendigkeit, sondern als faszinierende Chance.

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