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Gefälschte Geschäfte

Das Geschäft mit bezahlten Anzeigen in Suchmaschinen, den so genannten "Sponsored Links", ist in Verruf geraten.

Das Geschäft mit bezahlten Anzeigen in Suchmaschinen, den so genannten "Sponsored Links", war bisher lukrativ für alle Beteiligten - sowohl für Suchmaschinenbetreiber wie Google, Yahoo und die amerikanische Ask Jeeves, als auch für ihre Werbekunden. Letztere müssen für ihre Anzeigen erst dann zahlen, wenn ein Nutzer auf den entsprechenden Link klickt.

Immer häufiger aber klicken nicht potenzielle Kunden, sondern betrügerische Software-Programme ausgewählte Links automatisch an. Verursacher und Profiteure des Klickbetrugs sind Webseiten, die sich vorher bei den Suchmaschinenanbietern als Werbepartner angemeldet haben und eine Provision erhalten. Die Suchmaschinen blenden automatisch Werbung auf den Seiten ein - Werbetreibende zahlen auch hier für jeden Klick, selbst wenn er automatisch generiert wird.

Möglicherweise haben die Betreiber der Suchmaschinen versucht, die Ausmaße des "Klickbetrugs" herunterzuspielen. Eine entsprechende Klage liegt nach Angaben des "Wall Street Journal" einem US-Gericht zur Entscheidung vor.

Stimmt der Vorwurf und arbeiten die Suchmaschinen künftig nicht mit allen Kräften daran, die Aktionen der Klickbetrüger einzuschränken, ist ihr Geschäftsmodell gefährdet. Schon jetzt murren Kunden, weil die Anzeigenpreise steigen und sich die Konversionsrate, also das Verhältnis zwischen Webseiten-Besuchern und echten Käufern, nur langsam verbessert. Wenn das Vertrauen in die Suchmaschinen-Werbung zerstört wird, werden Google & Co ihre heutigen Wachstumsraten nur schwer halten können.

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