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Glücklicher Verlustbringer

Einkaufen per Fernseher macht in Deutschland immer mehr Menschen Spaß. Das Geschäft mit dem Teleshopping boomt. Es ist eine der großen Hoffnungsträger der TV-Branche. Und dennoch schreibt noch lange nicht jeder Sender auch schwarze Zahlen.

Der RTL Shop, Tochter von Europas größten Fernsehkonzern RTL Shop, ging vor vier Jahren an den Start. Seitdem kostete der strategisch wichtige Einkaufskanal viele Millionen Euro. Das ursprüngliche Ziel, 2004 schwarze Zahlen zu schreiben, hat Senderchef Heinz Scheve verfehlt. Auf drei Mill. Euro beliefen sich im vergangenen Jahr die Verluste. Im Vorjahr waren es noch zehn Mill. Euro. Besonders schmerzlich: Die Umsätze sanken um mehr als zwölf Prozent auf nur noch 80 Mill. Euro. Zum Vergleich: Der hoch profitable Marktführer QVC, Tochter des Medienkonzerns Liberty Media von John Malone, überspringt die 500 Mill. Euro-Umsatzgrenze.

Am Firmensitz von RTL Shop im trostlosen Kölner Stadtteil Ossendorf herrscht dennoch keine schlechte Laune. Es gab sogar einen Bonus für die Mitarbeiter. Denn trotz der roten Zahlen beim RTL Shop laufen die Zusatzgeschäfte insgesamt besser denn je. Und in diesem Jahr soll auch das Teleshopping schwarze Zahlen abliefern. Schlechte Konsumstimmung hin oder her.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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