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Ist doch nicht mein Geld!

Satte 2,75 Mrd. Dollar haben Betrüger vergangenes Jahr durch gestohlene Pin- und Kontonummern in den USA an Geldautomaten erbeutet. Viele Banken scheint das nicht zu stören.

Satte 2,75 Mrd. Dollar haben Betrüger vergangenes Jahr durch gestohlene Pin- und Kontonummern in den USA an Geldautomaten erbeutet. Viele Banken scheint das nicht zu stören - denn mit nur geringem Aufwand hätten viele Betrügereien verhindert werden können, ärgert sich nicht nur das Beratungsunternehmen Gartner. Jede Kreditkarte hat eine zweite Magnetspur mit speziellen Sicherheitscodes, die die Karte identifizieren und einem Konto zuordnen. Der Kunde kennt diesen Code nicht, also kann ihn auch niemand per "Phishingmail" klauen. Kein Betrüger könnte allein mit nachgemachter Kreditkarte und Pin-Nummer Geld am Automaten abheben, wenn die Banken diesen Sicherheitscode mit abfragen würden. Fast die Hälfte der Banken verzichtet aber darauf, hat Gartner herausgefunden.

Die Kunden müssen längst unterschreiben, dass sie sorgfältig mit ihren Daten umgehen und etwa Karten und Pin-Nummern nicht zusammen aufbewahren. Es wird Zeit, dass die Banken nachweisen müssen, dass sie alle Schutzmechanismen anwenden, die technisch möglich sind. Sonst sollten sie im Zweifel auf vermeidbaren Schäden sitzen bleiben. Das nutzt auch den Banken, die heute schon gut aufpassen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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