Navigator
Langweiler Microsoft

Es war schon fast blamabel wenig, was der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft auf der weltgrößten Computermesse Cebit an Neuheiten anzukündigen hatte. Hier eine Vertriebskooperation, dort ein paar Details zum Fahrplan für überfällige Integration der ERP-Produkte.

Kein Wort dagegen über die Hauptprodukte Windows und Office. Dabei will Microsoft in der zweiten Jahreshälfte 2006 den Nachfolger des Betriebsystems Windows XP auf den Markt bringen. Doch statt Neuigkeiten über die "Longhorn" genannte nächste Generation der Windows-Software, sprach Microsoft ausführlich darüber, wie man dem deutschen Mittelstand Software beglücken will.

Wenig war dabei von dem Biss und der Schnelligkeit zu spüren, die das Unternehmen an die Spitze der Softwareindustrie brachten. Dass Microsoft derzeit mehr mit sich selbst als mit seinen Produkten beschäftigt ist, zeigt auch der Erfolg des Open-Source-Webbrowsers Firefox. Geschlagene 25 Millionen Downloads oder nahezu zehn Prozent Marktanteil hat es gedauert, bevor Microsoft reagiert hat. Sich dem Druck beugend will das Unternehmen nun den betagten Internet-Explorer 6 renovieren.

Mag sein, dass der Internet-Explorer als eigenständige Software ein Auslaufmodell ist und Microsoft hinter den Kulissen einen großen Teil seiner Kraft für die nächste Windows-Generation bündelt. Doch selbst wenn Microsoft-Vordenker Bill Gates sein Unternehmen noch so oft als hoch innovativ preist. Den Takt in der Softwareindustrie geben derzeit andere an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%