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Langweiliger Abklatsch

Die illegale Musiktauschbörse der Vergangenheit, Napster; ist als börsennotiertes Unternehmen wieder aufgetaucht.

Napster ist wieder da", jubeln die Schlagzeilen. Für 15 Dollar Abogebühren im Monat können sich Nutzer auf der Website unbegrenzt Musik herunterladen, für 99 Cent einzelne Songs kaufen. Bis Ende 2005 soll Napster nach Deutschland kommen. Das Unternehmen experimentiert auch mit Klingelton-Downloads und Musikvideos.

Doch die Ideen sind weder besonders neu, noch besonders nützlich. Der neue Dienst ist ein langweiliger, kommerzialisierter Abklatsch der alten Kult-Börse - besonderen Mehrwert oder Grund zum Jubeln bietet er nicht. Denn 99 Cent pro Song zahlt man auch anderswo. Auch das Abo-Produkt "Napster to Go" ist nur bedingt attraktiv: Die Lieder werden nicht gekauft, sondern gemietet. Sobald ein Nutzer sein Abonnement kündigt, kann er heruntergeladene Songs nicht mehr anhören.

Als kostenlose Musiktauschbörse im Internet hatte Napster Ende der Neunziger für Millioneneinbußen bei den Musikkonzernen gesorgt. 2001 ging die Börse per Gerichtsbeschluss vom Netz. Ein amerikanisches Software-Unternehmen will den Namen und damit den Kult wiederbeleben. Ende 2004 zählte Napster rund 400 000 Abonnenten. Bei solch einem Angebot werden nur wenige dazukommen.

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