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Lust auf Zukunft?

Wer nimmt eigentlich politische Reklame ernst? Mehr Menschen als erwartet: Seit die Marketingstrategen des Kanzlers seiner Reformagenda 2010 den vollmundigen Titel "Mut zur Veränderung" gegeben haben, bewiesen Millionen Deutscher genau diesen Mut - und wählten Zug um Zug fast alle sozialdemokratisch geführten Regierungen ab.

Bei so viel politischer Veränderung stellt sich die Frage, wann sich endlich etwas an der tristen Stimmung in unserer Nation ändert. Denn das Klima in der deutschen Wirtschaft bleibt traurig, Konjunktur und Konsum dümpeln vor sich hin. Trotz des sich andeutenden politischen Umbruchs schwächt sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal schon wieder ab - auf 0,2 Prozent. Was Deutschland brauchen würde wäre jene Lust an Leben und Konsum, die diesem Land vor 50 Jahren ein Wirtschaftswunder bescherte. Stattdessen blüht eine deprimierende Geizkultur.

An dieser konsumvermiesenden Stimmung wird an vielen Baustellen gearbeitet. Drei der fünf größten Werbungtreibenden dieses Landes haben bereits in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mit fast 390 Mill. Euro und Zeilen wie "Geiz ist geil" oder "Besorg?s Dir doch einfach" Niedrigstpreise und Billigstwaren beworben. Auf unterstem Niveau wird mit gewaltigen Budgets die Gier nach Billigem kultiviert. Mit fatalen Folgen. So erreicht das Rabatt-Niveau auf dem deutschen Automarkt historische Höchststände von bis zu 20 Prozent. Weil Werbung wirkt, können Werber und Werbende einen fundamentalen Beitrag zum Comeback der Konjunktur leisten: wenn sie endlich für Lust werben - für Lust auf Zukunft.

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