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Mutlose Nachahmer

Telefonieren über das Internet ist in aller Munde. Mehr als ein Dutzend oft junger Unternehmen mit possierlichen Namen wie Bluesip, Nikotel oder Pepphone, aber auch etablierte Spieler wie QSC versorgen inzwischen auch private Haushalte mit der so genannten VoIP-Technik (Voice over Internet Protocol).

Sogar die Telekom bietet T-Online-Kunden jetzt eine Software-Lösung, die Telefonieren per PC über das Internet ermöglicht. Die Preise der Telekom sind mit 2,9 Cent pro Minute allerdings verglichen mit anderen VoIP-Anbietern oder herkömmlichen Call-by-Call-Konkurrenten unattraktiv. Die Telekom traut sich offenbar nicht so recht, mit einem wirklich günstigen VoIP-Service anzutreten. Sie würde sonst ihr Festnetz-Geschäft kannibalisieren. Aber auch die Offerten anderer Betreiber herkömmlicher Telefonnetze überzeugen nicht. So bietet Arcor zwar Internettelefonie an, rechnet nationale VoIP-Verbindungen aber zum ISDN-Standard-Telefontarif ab.

Die etablierten Telefonnetzbetreiber folgen eher dem olympischen Gedanken, dass Dabeisein alles ist. Für die Regulierungsbehörde ist dieser Ansatz entspannend: Solange die Telekom VoIP-Dienste nicht preisaggressiv vermarktet, bedrängen die Wettbewerber die Behörde nicht mit Verbotsforderungen. Für die Kunden sind die VoIP-Angebote der etablierten Telefonfirmen dagegen ein Trauerspiel.

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