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One Dollar Man

Er ist und bleibt der "One-Dollar-Man". Steve Jobs, Gründer und zurückgekehrter Chef von Apple, rackerte sich auch im vergangenen Jahr wieder für einen lumpigen Dollar ab.

Und, so stellte das kalifornische Kultunternehmen in einer Börsenmeldung klar, es flossen keinerlei Sonderzahlungen. Solche Leistungsprämien lassen sich manche "Spitzenmanager" ja selbst in Verlustjahren gern zuschanzen - getreu dem Motto: Ohne mich wäre alles noch viel schlimmer gekommen.

Aber gerade Enthaltsamkeit nach dem Vorbild von Steve Jobs kann gute Seiten haben: Befreit vom typisch amerikanischen Denken in kurzfristigen Zielen wie Quartalszahlen hat Jobs mit iPod und iTunes wieder einmal eine ganze Branche revolutioniert und für Apple neue strategische Geschäftsfelder erschlossen. Gewinn und Aktienkurs sind drastisch gestiegen. Es wäre also ungerecht, seinen Apple-Job als publicitywirksame Spielwiese eines alternden Multimilliardärs abzutun.

Jobs hält zehn Millionen Apple-Aktien. An deren Wert kann er - wie jeder Apple-Aktionär - den Erfolg seiner Arbeit täglich messen. Männer wie Jobs tun einfach gut in einer Zeit, in der das Leistungsprinzip in so manchem börsennotierten Unternehmen ab einer bestimmten Hierarchieebene nur noch sehr bedingt zu greifen scheint.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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