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PC-Preise im freien Fall

Die Montagebänder in der Computerindustrie laufen auf Hochtouren. Die Marktforscher von Gartner schätzen, dass dieses Jahr knapp 13 Prozent mehr Rechner zusammengebaut werden als 2004.

Fast 207 Millionen Geräte werden nach den Berechnungen weltweit ausgeliefert. 2006 werden die Arbeiter nach Ansicht von Gartner noch einen Zahn zulegen müssen, denn die Stückzahlen sollen erneut um mehr als zehn Prozent klettern. Trotzdem kann sich die Computerindustrie nicht so richtig über den Boom freuen, denn die Preise purzeln jeden Tag. So soll der Umsatz dieses Jahr um schlappe 0,5 Prozent klettern. 2006 werde er sogar leicht zurückgehen, prognostizieren die Analysten. Das wird viele Hersteller noch stärker unter Druck bringen als bisher. Schon jetzt arbeiten zahlreiche Anbieter mit hauchdünnen Margen. Führende IT-Konzerne wie IBM haben sich sogar ganz aus dem Geschäft verabschiedet. Jüngst klagte selbst der hochprofitable Weltmarktführer Dell, man habe im vergangenen Quartal die Rechner zu günstig angeboten.

Angesichts des massiven Preisdrucks wird die Auslese unter den Produzenten gnadenlos weitergehen. Weil aber zugleich neue, meist asiatische Wettbewerber auf den Markt kommen, wird sich am Preisverfall nichts ändern. Unternehmen und Privatkunden profitieren davon. Sie können sich auch in Zukunft immer bessere Rechner für immer weniger Geld einkaufen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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