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Peinliche Verspätung

Unglaublich, jetzt kommt auch Siemens mit einem eigenen Mobiltelefon für die neue Technik UMTS auf den Markt - nur zwei Jahre nach dem Start der ersten UMTS-Netze.

Zum Ausgleich sollen gleich zwei der neuen Geräte, die für dieses Jahr geplant sind, UMTS-fähig sein, kündigte der Konzern gestern auf der Cebit an. Bisher hatte Siemens nur ein UMTS-Gerät im Programm, dessen Innenleben der Konkurrent Motorola lieferte.

Kein Wunder also, dass die Münchener nur einen marginalen Anteil in diesem Marktsegment haben: 0,1 Prozent der 20 Millionen UMTS-Mobiltelefone, die 2004 über den Ladentisch gingen, stammten von Siemens. Das geht aus einer Studie der Marktforschungsgesellschaft Strategy Analytics hervor. Demnach besetzen der US-Technologiekonzern Motorola und LG Electronics aus Südkorea die ersten Plätze. Sie haben jeweils einen Marktanteil von knapp 22 Prozent, gefolgt von NEC aus Japan mit knapp 16 Prozent. Es sind also die Asiaten und Motorola, die den UMTS-Markt beherrschen. Und das wird wohl auf absehbare Zeit auch so bleiben - zu groß ist der Vorsprung der asiatischen Hersteller, wenn es um schicke, kleine und leistungsfähige Mobiltelefone gibt, die souverän in allen möglichen Technologien funktionieren.

In diese Liga wird Siemens wohl vorerst nicht aufsteigen, und das liegt natürlich auch an den finanziellen Schwierigkeiten der Handysparte des Münchener Konzerns. Es gibt allerdings einen kleinen Trost für Siemens: Selbst Nokia, der weltweit größte Mobiltelefonhersteller, liegt bei UMTS nur auf dem vierten Platz.

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