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Schwacher Gegenangriff

Auch im achten Jahr nach der Wettbewerbsöffnung des deutschen Marktes für Festnetztelefonie verliert der Exmonopolist Telekom kräftig Geschäftsanteile. So werden alternative Anbieter bei Sprachverbindungsminuten aus Festnetzen 2005 im Vergleich zum Vorjahr ihren Marktanteil um weitere 5,6 Prozentpunkte auf 47,3 Prozent steigern.

Etliche Wettbewerber der Telekom bieten monatliche Pauschalpreise an, mit denen unbegrenzt in nationale Festnetze telefoniert werden kann. Jetzt geht auch die Telekom unter der Bezeichnung "XXL Fulltime" mit einer Flatrate an den Markt, die ohne Anschluss 24 Euro pro Monat kostet. Für monatlich einen Euro bietet E-Plus bereits einen mobilen Anschluss inklusive unbegrenzter Verbindungen in nationale Festnetze und zu anderen E-Plus-Kunden.

Eine "nackte" Flatrate für Gespräche aus dem Festnetz kostet bei Wettbewerbern wie Tele2 oder FEMo-Online monatlich vier bis neun Euro weniger als bei der Telekom. Mit XXL Fulltime setzt der Konzern eine mutlose Preispolitik fort. Sie baut darauf, dass Kunden aus Trägheit gegen hohe Preise nicht mit den Füßen votieren. Die Telekom sollte versuchen, bei der Festnetztelefonie durch eine aggressivere Preisstrategie Marktanteile zurückzugewinnen. Per saldo dürften die niedrigeren Preise durch höhere Minutenmengen umsatzneutral sein. Damit setzt ein Wechsel bei der Preispolitik nicht einmal die enorme Profitabilität der T-Com aufs Spiel.

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