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Unterschätzter Nachahmer Google

Um der Börse weiter Wachstumsperspektiven bieten zu können, will Google seine Umsatzquellen über Werbeeinnahmen aus dem Suchmaschinengeschäft hinaus erweitern.

Die Firma entwickelt eine Plattform für elektronische Kleinanzeigen. Damit würde sie regionale Zeitungen, aber auch Ebay unter Druck setzen, die 25 Prozent an der Anzeigenseite Craigslist hält.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gibt sich angesichts vorhandener regionaler Vorsprünge seiner Mitglieder bei den Reichweiten auch im Internet gegenüber dem potenziellen Me-Too-Konkurrenten gelassen. Dabei sollte der Verband seine Pioniervorteile nicht überschätzen: Aus unterschiedlichsten Industrien ist bekannt, dass Folger gute Chancen haben, Pioniere in einem Geschäft zu überflügeln oder gar zu verdrängen, wenn sie drei Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen über einen guten Zugang zu einer großen Kundenbasis verfügen, sie sollten die Finanzkraft haben, um ihre Leistung im Markt über massive Werbemaßnahmen bekannt zu machen, und das neue Angebot sollte eine deutliche Verwandtschaft zu den Dingen aufweisen, die der Nachahmer bisher vermarktet hat.

Mit weltweit über 400 Millionen ständigen Nutzern, enormen Gewinnmargen im Stammgeschäft und einem guten Image dank der Qualität seiner Suchergebnisse erfüllt Google alle drei Anforderungen mit Leichtigkeit. Dafür, dass im Geschäft mit Online-Rubrikenanzeigen auf anderen Märkten bestätigte Gesetzmäßigkeiten nicht gelten sollten, gibt es keinen Grund. Zeitungsverlage und Ebay tun deshalb gut daran, Strategien zur Abwehr der Google-Pläne zu entwickeln.

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