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Wider den TV-Schwund

Fernsehsender, die sich wie Pro Sieben über Werbung oder wie Premiere über Abos finanzieren, kommen unter Druck.

Einmal nimmt die Zahl der Haushalte mit Personal Video Recorder (PVR) rasch zu. Viele PVR, die auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurden, bieten dem Zuschauer die Möglichkeit, Werbeblöcke beim Aufnehmen auszublenden. Das lässt die Werbeumsätze privater Kanäle fallen.

Zum anderen steigt die Verfügbarkeit der schnellen Zugänge ins Internet. Ein wachsender Anteil der Breitband-Nutzer wird Filme unbezahlt aus dem Netz "saugen". Schon heute zählt man weltweit täglich etwa 0,5 bis 1 Millionen zumeist illegale Film-Downloads. Je mehr Filme so beschafft werden können, desto stärker sinkt die Bereitschaft, Pay-TV-Kunde zu werden.

Um die Bedrohung zu verringern, sind drei Gegenmaßnahmen geboten. TV-Sender sollten erstens intelligente Mitmach-Formate wie Quiz- oder Wettshows und zweitens attraktive Live-Übertragungen über Fußball hinaus forcieren, da solche Angebote für PVR-Mitschnitte und spätere Downloads aus dem Internet wenig geeignet sind. Drittens sollten die Privatsender eigene Filmarchive im Internet aufbauen, über die preisgünstig aktuelle Streifen beziehbar sind. Wenn die TV-Macher nicht gegensteuern, wird es ihnen wie der Musikindustrie ergehen: Sie kämpft erfolglos gegen Gewinn- und Umsatzrückgänge.

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