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Zehn Jahre – und nun?

Da stehen sie und strahlen. Schulter an Schulter posieren die Yahoo-Gründer Jerry Yang und David Filo mit dem heutigen Konzernchef Terry Semel auf den offiziellen Jubiläumsfotos an der Wall Street. Zehn Jahre alt ist das Internet-Portal diese Woche geworden - und seit Jahren profitabel. Im vierten Quartal stieg der Netto-Gewinn um das Fünffache.

Das Auffällige an Yahoo ist, dass sich das Unternehmen niemals auf ein Kerngeschäft konzentriert hat - trotz gut gemeinter Ratschläge von Analysten. Mal mehr, mal weniger Suche, E-Mail- und Kurznachrichtendienste, unlängst kam eine Film- und Unterhaltungssparte dazu. Branchenkreise munkeln von einer eigenen Musikdownload-Plattform.

Yahoo positioniert sich als Rundumanbieter digitaler Dienstleistungen. Das bietet viele Chancen für multimediale Anzeigenkampagnen und Quervermarktungen, birgt aber auch Risiken.

Denn in jedem der Geschäftsfelder ist ein anderes Unternehmen stärker und besser - Marktführer eben. Bei der Suchmaschinenvermarktung hat Google die Nase vorn. In der Unterhaltungssparte arbeiten diverse Spieler von Microsoft bis zu Kabelnetzbetreibern an Inhalten für das Internet. Und auch ein Dienst für den Musikdownload ist nicht gerade spektakulär im Heimatland der Apple-Plattform I-Tunes.

Der Markt für Internet-Inhalte ist groß und wächst weiter. Yahoos Strategie der Diversifizierung wird auf mittlere Sicht belohnt. Doch wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, zumindest in einigen Geschäftsfeldern eine eindeutige Führungsposition einzunehmen und zu verteidigen, geht die Idee des Gemischtwarenladens nicht auf.

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