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Zombies lieben DSL

Das "Zombimeter" auf der Homepage der IT-Sicherheitsfirma Ciphertrust zeigt an, wie viele Computer auf der Welt fremdgesteuert werden. Die Zahlen sind gigantisch.

In Europa kennt man "Zombies" als mit Ketchup und Himbeersaft besudelte Ekelgestalten aus billigen Horrorfilmen. In Tahiti dagegen glauben die Menschen seit Jahrhunderten an "Untote", die durch Voodoomagie zum Leben erweckt werden und anschließend ihren Herren als willenlose Sklaven dienen. Das ist schon ziemlich nahe an dem, was die moderne EDV unter "Zombie" versteht: Einen nicht geschützten Computer, der mit dem Internet verbunden ist und von Hackern oder durch Viren gekapert wurde, um Spam-Mails zu verschicken.

Auf der Homepage der IT-Sicherheitsfirma Ciphertrust findet sich neuerdings ein "Zombimeter", der die Zahl neuer Spam-Schleudern auf die Stunde genau angibt. Jeden Tag, schätzt Ciphertrust, machen Spam-Mails 172 000 neue Rechner zu Sklaven. 4800 waren es am vergangenen Freitag allein in Deutschland.

Zwar werden Zombie-Rechner von den Providern erkannt. Doch je mehr PCs über leistungsfähige DSL-Breitbandanschlüsse ans Internet angebunden werden, desto leistungsfähiger werden neue Zombies. Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast identifizierte Kunden, über deren Postfach ohne deren Wissen pro Tag mehr als eine Million E-Mails verschickt wurden - darunter Viagra-Werbung, Nazimüll und Phishingmails. Kein Wunder, dass Zombies also DSL lieben.

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