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Zuhören lohnt sich

Das Radio wird unterschätzt. Unterschätzt von Werbetreibenden, Politikern, Wissenschaftlern. Doch die vielen Radionprogramme sind die Tagesbegleiter der Deutschen, rund 20 Millionen Menschen hören durchschnittlich jede Stunde zu.

Das Radio wird unterschätzt. Unterschätzt von Werbetreibenden, Politikern, Wissenschaftlern. Doch die vielen Radionprogramme sind die Tagesbegleiter der Deutschen, rund 20 Millionen Menschen hören durchschnittlich jede Stunde zu. Und doch scheint es manchen, als ob der Hörfunk den Deutschen das Zuhören abgewöhnt hat. Vor diesem Hintergrund stoßen Aktionen wie der "Radio-Gipfel" vor der Bundestagswahl, bei dem Interviews mit Angela Merkel und Gerhard an einem Sonntagvormittag bundesweit von mehr als 40 Privatradios ausgestrahlt wurden, auf Skepsis.

Sicher nicht unberechtigt: Denn ganz ohne Zweifel kam das Vorhaben einer kleinen medialen Revolution gleich, und doch hat es funktioniert. Eine Stunde lang verzichteten die Sender auf Werbung, Comedy, die besten Oldies und die größten Hits. Weder Schröder noch Merkel mussten "Flitzerblitzer" ankündigen oder ein "geheimnisvolles Geräusch" erraten. Zirka 15 Millionen Hörer hörten zu, und viele von ihnen diskutierten später im Radio und im Internet über die Interviews.

Die Aktion selbst und die positiven Reaktionen von Seiten der Politik, der Sender und vor allem der Hörer haben einmal mehr die Möglichkeiten des Mediums Radio bewiesen. Radio kann zwar nicht alles, aber einiges besonders gut. Das Radio hat mit dieser Aktion seine Wertigkeit und Glaubwürdigkeit unter Beweis gestellt. In der reinen Hör-Situation nimmt man politische Botschaften ganz anders wahr - ohne jede Ablenkung durch Show-Elemente. Und die Hörer sind bereit, sich darauf einzulassen!

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