Neue Konzernstruktur: Kommentar: Angstgegner für Microsoft

Neue Konzernstruktur
Kommentar: Angstgegner für Microsoft

Bis vor wenigen Jahren musste sich der Softwareriese Microsoft kaum Sorgen machen. Das Geschäft mit Windows und dem Office-Paket war fast ein Selbstläufer, Konkurrenz wurde mit Macht verdrängt. Druck kam höchstens von den Kartellwächtern.

Das hat sich ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Redmonder ihr 30-jähriges Bestehen feiern, geändert. Während in den USA und der EU mit den Kartellbehörden gestritten wurde sind mit Internet-Größen wie Google auf der einen und dem freien Betriebsystem Linux auf der anderen Seite fast ebenbürtige Gegener herangewachsen.

Der nun von Microsoft-Chef Steve Ballmer angekündigte Konzernumbau zeigt nur zu deutlich, wie groß die Gefahr durch die Emporkömmlinge gesehen wird. Die regelmäßige Aktualisierung der Microsoft-Software alleine ist kein Erfolgsgarant mehr. Das World Wide Web als Service- und Vertriebskanal soll neuen Schwung bringen. Ein gutes Stück Arbeit, denn ausgerechnet im Internet ist Google deutlich agiler. Fast monatlich steckt der Suchmaschinenriese neue Claims ab.

Jüngste Beispiele sind Google Maps und Google Talk. Zwar hat das von Bill Gates gegründete Unternehmen ähnliche Produkte im Angebot, ein durchschlagender Erfolg bleibt aber noch aus. Besonders im Bereich der Internet-Telefonie gibt Google Gas. Wenn sich die Suchmaschine nun noch zu einer Softwareplattform im Internet mausert, droht Microsoft mittelfristig selbst im Kerngeschäft mit Windows und Office eine echte Gefahr.

Frank L. Niebisch
Frank L. Niebisch
Handelsblatt GmbH - Digitale Geschäftsfelder / Leiter Digitale Architektur und Entwicklung
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