Neuemissionen
Kommentar: Frischer Mut

Der Markt für Neuemissionen kommt wieder in Bewegung. Nach drei Jahren des Rückgangs schöpft Europa wieder Hoffnung.

Der Markt für Neuemissionen kommt wieder in Bewegung. Nach drei Jahren des Rückgangs schöpft Europa wieder Hoffnung. Anders als in den vergangenen Jahren schimmert nicht nur blanker Zweckoptimismus durch, wenn Experten sogar von einer möglichen Vervierfachung der Emissionsvolumina sprechen.

Die Zeichen sind ermutigend. Die Konjunktur erholt sich, die Aktienmärkte entwickeln sich positiv, und Investoren suchen nach Alternativen für ihre Geldanlage. An der Londoner Börse etwa, an der sich rund drei Viertel der Emissionstätigkeit in Europa abspielen, reicht die Liste der Kandidaten 2003 bis in die letzten Tage des Dezembers. Vorerst trauen sich vor allem kleinere Firmen. Die Blue Chips hatten in diesem Jahr ganz andere Dinge zu tun: umschulden, Kosten senken, Bilanzen reparieren. Dennoch warten auch die hochkarätigen Kandidaten in Europa im nächsten Jahr nur auf ihre Chance: der Energiekonzern Gaz de France, die Postbank in Deutschland, der Telefonkonzern Belgacom in Belgien oder der milliardenschwere Lloyds-Broker Catlin Group in England.

Sicher können einige Faktoren den Zug in Europa noch immer verlangsamen. Ein schwacher Dollar etwa oder die geringe Bewertung der Kandidaten selbst. Erst in der vergangenen Woche musste die schwedische Dometic ihren Börsengang aus Mangel an Interesse absagen – eine Stunde vor dem geplanten Handelsstart. Der Markt allerdings ist resistent. Schon zwei Tage später kam mit dem Minenkonzern Vedanta eines der größten europäischen IPOs des Jahres in London an den Markt.

Die Erfahrung lehrt, dass es nach der Ruhepause einer erfolgreichen großen Emission bedarf, um Nachfolger zu animieren. Die Frage ist: Wer geht voran?

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