Neuwahl
Umfragen: Heute so, morgen so

Wenige Wochen vor der angestrebten Neuwahl herrscht bei den deutschen Meinungsforschungsinstituten Hochkonjunktur. Fast täglich werden Umfragen zu den Wählerpräferenzen veröffentlicht, die dann je nach Ergebnis für Freude oder Unmut in den Parteien sorgen. Doch genauer betrachtet sind die Erhebungen teils widersprüchlich - wie das Beispiel von Angela Merkels Kompetenzteam zeigt.

DÜSSELDORF. Täglich werden die Medien derzeit mit neuen Umfrageergebnissen zur bevorstehenden Bundestagswahl konfrontiert. Reicht es für Schwarz-Gelb oder zwingt der Erfolg der Linkspartei Union und SPD zu einer großen Koalition? Allensbach, Emnid, Forsa, Infratest und die Forschungsgruppe Wahlen fragen und forschen im Stundentakt. Die Daten der Meinungsforschungsinstitute nutzen Presse und Rundfunk gerne für ihre Berichte.

Gleichzeitig beginnt mit dem Näherrücken des Wahltermins auch die Diskussion über die Aussagekraft dieser Erhebungen. Liegen die Institute daneben oder präsentieren widersprüchliche Ergebnisse, entbrennt erneut der Streit über richtige und falsche Umfragen. Meinungsforschung wird im Wahlkampf ein Machtfaktor.

Auch zur Kompetenz der rot-grünen Bundesregierung im Vergleich zur Wahlmannschaft der Union hat es jüngst immer wieder Umfragen gegeben. Je näher die Wahl rückt, umso unterschiedlicher fallen diese Erhebungen jedoch aus. So befragte das Meinungsforschungsforschungsinstitut Forsa am 17. August für den Sender n-tv 1005 Bundesbürger nach ihrer Einschätzung zur Wahlmannschaft von Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU). Das Ergebnis: Die Unions-Wahlmannschaft kommt besser an als das SPD-Team.

41 Prozent der Befragten glaubten demnach, CDU und CSU hätten die bessere Regierungsmannschaft. Das Angebot der SPD hielten dagegen 27 Prozent für besser. Einzig in Ostdeutschland lagen die Regierungsmannschaft der SPD mit 33 Prozent Zustimmung vor der Union, deren Spitzenpersonal 32 Prozent der Ostdeutschen überzeugte.

Gleiches Thema, anderes Ergebnis

Nur einen Tag später startete Forsa eine neue Umfrage zum gleichen Thema für das Hamburger Magazin Stern - und präsentierte völlig andere Daten. Hier traute die Mehrheit der Deutschen der rot-grünen Bundesregierung mehr zu als dem Kompetenzteam. Fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) glaubten nicht, dass Merkels Team bessere Arbeit leisten würde als Schröders Kabinett. 38 Prozent dagegen trauen dem Unions-Team mehr zu. Befragt wurden 1008 Bundesbürger am 18. und 19. August.

Seite 1:

Umfragen: Heute so, morgen so

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%