Nordkorea: Kommentar: Kims großer Trumpf

Nordkorea
Kommentar: Kims großer Trumpf

Das stalinistisch regierte Nordkorea legt seinen Waffenreaktor still und bekommt dafür Energie. Das klingt wie ein großer Fortschritt an einem der gefährlichsten Krisenherde weltweit. Doch jetzt heißt es abwarten, ob Machthaber Kim Jong-il sein Wort hält. Er hat nicht umsonst den Ruf erworben, unberechenbar zu sein. Schließlich sah es schon 2002 so aus, als ob eine Übereinkunft zwischen Pjöngjang und Washington ganz nah sei. Doch von einem Tag auf den anderen schaltete Kim wieder auf Drohungen um.

Ungeklärt ist zudem die entscheidende Frage. Der aktuelle Streit hat sich schließlich am lieben Geld entzündet: Die USA legten damals Auslandsmittel für Nordkorea fest. Erst das brachte Kim dazu, vergangenen Oktober eine Atomwaffe zu testen. Solange die Finanzen nicht geklärt sind, wird Kim seinen größten Trumpf nicht aus der Hand geben.

mayer-kuckuk@handelsblatt.com

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking
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