Online-Broker
Kommentar: Auferstanden

Online-Broker sind wieder im Kommen. Nicht nur an der Börse, wo sie mit dreistelligen Zuwachsraten seit ihren Tiefständen im Frühjahr und dem Aufrücken von Comdirect in den MDax auf sich aufmerksam machen. Auch im Wettbewerb kann die ehemals hoch gelobte, dann aber umso tiefer gefallene Branche wieder ernst genommen werden.

HB/po DÜSSELDORF. Dabei hilft den Instituten wie Comdirect oder DAB Bank nicht nur die Erholung an den Aktienmärkten. Sie haben auch ihre Hausaufgaben gemacht. Die Strukturen wurden erheblich verschlankt, die Kosten drastisch gesenkt, neue Vertriebswege erschlossen und das Produktangebot verbreitert. Jüngster Coup: Die DAB Bank bietet künftig auch ein Girokonto an. Damit bewegen sich die ehemals auf das Handeln im Internet spezialisierten Broker auf die Direktbanken zu und haben Wettbewerbsvorteile. Während Direktbanken erst noch Aktienexpertise und die Systeme für den Wertpapierhandel aufbauen müssen, können Broker problemlos Zusatzangebote auf die vorhandenen Systeme packen.

Die langfristigen Trends sprechen ohnehin für die Broker. Die Zahl der Internetnutzer nimmt ebenso stetig zu wie die der Kunden, die Bankgeschäfte online abwickeln. Auch die Aktienkultur in Deutschland wird sich weiter ausbilden. Das braucht aber noch Zeit, da in der Börsenflaute viel Geld verbrannt und viel Vertrauen der Anleger verspielt worden ist.

Die erfreuliche Entwicklung kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Erholung auf dünnem Eis bewegt. Die Abhängigkeit der Broker von den Börsen ist nach wie vor hoch. Immer noch werden drei Viertel der Erträge durch das Ausführen von Kundenaufträgen erzielt. Das ist zu viel, wollen die Institute langfristig stabile Ergebnisse vorlegen.

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