Physikalische IT-Sicherheit unterschätzt
Systemausfälle können Existenzen kosten

Ein kompletter Systemausfall ist der Albtraum jedes IT-Verantwortlichen. Denn wenn der Bildschirm dunkel bleibt, ist nicht nur der kurzfristige Geschäftsbetrieb böse gestört. Die Auszeit kann Unternehmen existenziell bedrohen. Die Experten von Dataquest berechneten, dass ein Brokerage-Unternehmen bei einem Ausfall pro Stunde bis zu 7,3 Millionen US-Dollar verliert. Und laut einer Gartner-Studie müssen 40 Prozent der Unternehmen, die einen Systemausfall signifikanter Art erleben, mittelfristig Konkurs anmelden.

HB DÜSSELDORF. Es gilt, die sensiblen Geschäftsdaten bestmöglich zu schützen - und zwar nicht nur vor Viren und E-Mail-Würmern. Diese modernen Schreckgespenster der Internet-Gesellschaft lassen die elementaren Gefahren für IT-Systeme oftmals in den Hintergrund treten: Feuer, Blitzschlag und Überschwemmungen. Nicht zu vergessen ist auch der Risikofaktor Mensch. Einbruch und Vandalismus können Unternehmen nachhaltig schädigen.

Physische Sicherheit lässt sich jedoch nur durch ein qualitativ hochwertiges Rechenzentrum gewährleisten. Und genau hier besteht in Deutschland noch Nachholbedarf: Die meisten Unternehmen beschränken sich auf die absoluten Grundlagen, aber sie erkennen den Handlungsbedarf: Laut einer aktuellen Studie von A. T. Kearney wird der Bedarf nach besserer Infrastruktur in Rechenzentren mittelfristig pro Jahr um 16 Prozent steigen.

Besonders hoch ist das Thema in Branchen wie der Energie- als auch die Finanzwirtschaft anzusiedeln. Sie sind gesetzlich zu Datenschutz und Datensicherheit verpflichtet. Aber auch Behörden und andere öffentliche Einrichtungen müssen auf Grund ihrer hoheitlichen Aufgaben besonders vorsichtig agieren.

Optimaler Brandschutz, Zugangskontrolle und hochsichere Stromversorgung haben ihren Preis. Einen Preis, den viele Unternehmen nicht zahlen wollen und können. Deshalb nutzen gerade kleinere und mittelgroße Firmen das Angebot externer Datacenter. Das senkt auch die Kosten. Will ein Unternehmen beispielsweise eine hochqualitative Inhouse-Lösung realisieren, muss es circa 300 Euro pro Quadratmeter Rechenzentrumsfläche investieren. Laut A. T. Kearney liegt der durchschnittliche Marktpreis bei externen Anbietern bei 85 Euro pro Quadratmeter- hier liegt ein signifikantes Einsparpotenzial.

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