Pleite von Aero Lloyd
Kommentar: Billigflieger sind der Maßstab

Die Pleite von Aero Lloyd kam nicht überraschend. Schon lange hing die Fluglinie am Tropf der BayernLB. Trotz eines vorhandenen, auf drei Jahre angelegten Sanierungs- und Restrukturierungskonzeptes, hat die Bank den Charterflieger nun abstürzen lassen.

Die Pleite von Aero Lloyd kam nicht überraschend. Schon lange hing die Fluglinie am Tropf der BayernLB. Trotz eines vorhandenen, auf drei Jahre angelegten Sanierungs- und Restrukturierungskonzeptes, hat die Bank den Charterflieger nun abstürzen lassen. Die ungebundene Fluggesellschaft konnte nicht auf Unterstützung einer großen Konzernmutter aus dem Reisebereich hoffen. Und so bestand wohl wenig Hoffnung, den harten Preiskampf im Charterbereich alleine zu überstehen. Ebenso wie bei den Linienfliegern gibt es enorme Überkapazitäten am Markt und die Anbieter unterbieten sich mit immer neuen Billigangeboten.

Deshalb hat Tui-Vorstand Michael Frenzel seiner Charter-Airline Hapag Lloyd bereits ein drastisches Kostensenkungsprogrammen verordnet, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Thomas Cook, die Reisetochter von Lufthansa und Karstadt-Quelle, will ebenfalls „tabulos“ die Kosten reduzieren und nimmt für die nächste Sommersaison 30 % seiner deutschen Flugkapazitäten vom Markt.

Nur wer seine Kosten auf das Niveau eines Billigfliegers senken kann, wird in der Luft bleiben, das ist das Signal an die Branche, welches von dieser Pleite ausgeht.

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