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Politische Torheit

Die gezielte Tötung von Scheich Ahmed Jassin war eine politische Torheit. Israels Premier provoziert damit Eskalation und Radikalisierung im Nahost-Konflikt.

Die gezielte Tötung von Scheich Ahmed Jassin, geistlicher Führer und Gründer der Hamas-Organisation, war eine politische Torheit. Israels Premier provoziert damit Eskalation und Radikalisierung im Nahost-Konflikt.

Keine Frage: Die Israelis müssen sich gegen Terror und Bomben wehren dürfen. Aber nur im Rahmen des internationalen Rechts. Gezielter Mord gehört nicht dazu. Auch nicht auf einen sicherlich höchst unbequemen Anstifter von Gewalt. Die politischen Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Nahost-Konflikts werden jetzt noch komplizierter. Zumal die USA im Wahlkampf kaum Neigung zeigen, die Durchsetzung der „Road map“, dem Wegweiser zum Frieden im Nahen Osten, wirklich zu forcieren.

Solange die USA Ministerpräsident Scharon nicht entschiedenen Widerstand gegen seine Liquidierungspolitik entgegen setzen, dreht sich die Gewaltspirale immer schneller. Jetzt besteht die Gefahr, dass die Schauplätze des Terrors sich nicht allein auf den Nahen Osten beschränken, dass der Konflikt außer Kontrolle gerät.

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