PPR/Puma
Kommentar: Clever gemacht

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330 Euro je Aktie? „Viel zu wenig", waren sich Analysten und Anleger rasch einig. Investoren hievten das Papier nach der ersten Übernahmeofferte sofort in Richtung 350 Euro, und Analysten veröffentlichten Kursziele zwischen 350 und 400 Euro. Das Signal war klar: PPR muss nachlegen, um an die restlichen Anteile von Puma zu gelangen.

Doch Spekulanten machten die Rechnung ohne den Wirt. Von Anfang an schenkten die Franzosen allen Aktionären reinen Wein ein und versprachen, hart zu bleiben. Aufbessern kam für sie nicht in Frage. Notfalls verzichteten sie eben auf die restlichen Aktien. Nach und nach dämmerte es immer mehr Anlegern und Analysten, dass der Luxusküterkonzern tatsächlich stur bleibt.

Und die Rechnung ging auf: Der Puma-Kurs bröckelte inmitten einer boomenden Gesamtbörse wieder auf das ursprüngliche Niveau ab. Je mehr der Titel verlor, desto mehr Anleger entschlossen sich, die Offerte doch noch anzunehmen. Die bittere Lehre: Einfach mal schnell auf höhere Kurse spekulieren, lohnt sich eben nicht immer.

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