Premiere
Blick in die Röhre

Fernsehen ist das Medium des 20. Jahrhunderts. Auf Zeitungshäuser haben die bewegten Bilder auf der Mattscheibe seit jeher magische Anziehungskraft. Doch das Engagement ist nur selten von unternehmerischen Erfolgen gekrönt.

Springer, aber auch andere Verlagskonzerne können davon ein Lied singen.Seit Tagen gibt es Spekulationen, der „Bild“-Konzern wolle nun beim angeschlagenen Bezahlsender Premiere einsteigen. Ein Millionen schweres Engagement im Pay-TV ist aber nur wenig sinnvoll. Wohl können Springer und Premiere beispielsweise bei Werbung und Abonnentenbetreuung eng kooperieren. Doch das reicht nicht aus, um den Bezahlsender mit seinen sinkenden Kundenzahlen zum Dukatenesel zu machen.

Auch wenn die niedrige Aktienbewertung seit dem überraschenden Verlust der Bundesliga-Fernsehrechte Interessanten anlockt, so bleibt ein zentrales Problem: Premiere bläst wie nie zuvor der Wind ins Gesicht. Die Zeiten, als der Sender noch über ein Quasimonopol beim Bezahlfernsehen in Deutschland verfügte, sind passé. Der neue Bundesliga-Sender Arena und die Pay-TV-Angebote der Kabelkonzerne jagen Premiere reihenweise die Kunden ab. Die Zukunft des Sender ist ungewisser als je zuvor. Springer-Chef Döpfner weiß: Nach der gescheiterten Übernahme der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 ist der Traum geplatzt, in die Liga von Bertelsmann, News

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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