Pro Hoeneß
Ohne Hoeneß geht es nicht

Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat Uli Hoeneß trotz der Steueraffäre das Vertrauen ausgesprochen. Dieser Schritt sollte akzeptiert werden. Kritiker sollten die sportliche nicht mit der privaten Sphäre vermengen.
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Der leider viel zu früh verstorbene britische Autor Douglas Adams hat einmal ein Buch über bedrohte Tierarten geschrieben. An einer Stelle heißt es darin: „Auch Löwen und Tiger sind Menschenfresser, und obwohl wir ihnen gegenüber höchst misstrauisch sind und sie mit ängstlichem Respekt behandeln, bewundern wir sie doch instinktiv. Wir wollen zwar nicht gefressen werden, aber die Idee an sich verübeln wir ihnen nicht.“

Uli Hoeneß ist kein Löwe und kein Tiger, aber neben dem Ruf als integrer Geschäftsmann hat er sich durch emotionale Ausbrüche und harte Abrechnungen durchaus das Image eines Menschenfressers zugelegt. Ein Unternehmen von der Größe des FC Bayern München, mit dem Anspruch und den wirtschaftlichen Voraussetzungen, Weltmarktführer zu sein, braucht im operativen Geschäft einen Macher, der vielleicht nicht ohne Skrupel, aber weitgehend kompromisslos ist.

Dass er diese Art von Manager sein kann und ist, hat Hoeneß 30 Jahre lang in dieser Funktion beim FC Bayern München bewiesen. Und auch wenn außerhalb des Kreises von FCB-Bewunderern schon immer gemutmaßt wurde, dass da im Süden nicht alles mit rechten Dingen zugeht: Die Vereinsmitglieder wählten ihn zum Präsidenten der e.V. und den Aufsichtsrat der AG. Das Kontrollgremium selbst schließlich vertraute der Person und dem Geschäftsgebaren so sehr, dass ihm die Rolle des Chefaufsehers anvertraut wurde.

Eine Steueraffäre später ist Hoeneß immer noch im Amt. Nicht, dass selbige schon ausgestanden wäre. Aber mit Bekanntwerden von Selbstanzeige und Ermittlungen wurde der Aufsichtsrat mit zwei Dingen konfrontiert: Über die Zukunft von Hoeneß als Chefkontrolleur zu entscheiden und mit dem Angebot des Vereinspräsidenten umgehen, seine Ämter ruhen zu lassen. Eine endgültige Entscheidung wurde vertagt, man behalte sich vor, auf Entwicklungen zu reagieren.

Fakt ist, dass Uli Hoeneß nach wie vor Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG ist. Martin Winterkorn und Rupert Stadler, die für Integrität stehenden Lenker der großen Autokonzerne Volkswagen und Audi, haben diese Entscheidung mitgetragen. Die Aussage ist: Wir trauen der Person Uli Hoeneß zu, die Saison geschäftlich wie sportlich zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Im Umkehrschluss: ohne Hoeneß geht es nicht. Das ist nichts anderes als eine um einen mahnenden Zeigefinger verpackte Absolution.

Kommentare zu " Pro Hoeneß: Ohne Hoeneß geht es nicht"

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  • Hier scheinen nur Doofmunder zu schreiben. Wenn der Verteidigungsminister eine halbe Milliarde verzockt ist alles in Ordnung.Warum droht dem kein Knast?

  • Der Hoeneß muß endlich in den Knast!

    Bizarres Rechtsverständnis des HB-Schreiberlings.

    Der sagt, "....ach der Ulli, der tut nix, der will nur spielen..."

  • Eine schwere Saison für die Antibayern hat doch der FCB auch tatsächlich noch das Triple geholt. Wohin mit dem Frust?
    Da war doch noch was.... Auf gehts wir arbeiten uns noch ein wenig an Uli Hoeneß ab. Heuchler!!

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