Prognosebörse
Handelsblatt-Börse setzt auf Union FDP

Die Händler an der Wahlstreet, der Wahlprognosebörse von Handelsblatt.com, haben sich festgelegt: Die Chance einer schwarz-gelben Koalition wird deutlich höher bewertet als die einer schwarz-roten Regierung. Die FDP hat in den letzten Stunden eine fulminante Rallye hingelegt.

jr DÜSSELDORF. 40,53 Prozent erwartet die Wahlstreet als Endergebnis für die Christdemokraten. Das wäre ein Vorsprung von mehr als sieben Prozentpunkten gegenüber der SPD, für die ein Ergebnis in Höhe von 32,70 Prozent erwartet wird.

Einen fulminanten Endspurt legten die freien Demokraten hin, die plötzlich drittstärkste Partei geworden sind. Die FDP liegt mit prognostizierten 9,0 Prozent deutlich vor den Grünen (7,94) und der Linkspartei (7,87).

Beim Zusammenrechnen der jeweiligen Stimmenanteile ergibt sich praktisch ein Patt. Das schwarz-gelb Lager käme auf 49,53 Prozent, SPD, Grüne und Linkspartei kämen auf 48,21 Prozent.

Der Koalitionsfuture, also das Papier mit dem die Händler auf eine mögliche Regierungskoalition wetten können, spricht eine deutlichere Sprache: Das schwarz-gelbe Regierungsbündnis steht in diesem sogenannten Nebenmarkt bei 57,4 Prozent, die große Koalition nur 38 Prozent ab. Dieses Ergebnis irritiert zunächst. Doch auf den zweiten Blick wird klar, die nunmehr rund 3000 Händler an der Wahlstreet rechnen wenn überhaupt mit dem Zustandekommen einer schwarz-gelben Koalition, da alle Parteien zu deutlich ihre Absage an ein Regierungsbündnis aus CDU und SPD erteilt haben.

Die aktuellen Kurse der Wahlprognosebörse "Wahlstreet"

Ziel der Wahlstreet ist es, eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl liefern. In der Vergangenheit hat die Online-Börse oft das Wahlergebnis genauer vorhergesagt als die Meinungsforschungsinstitute. Aus dem Handel mit Aktien wird deshalb ein verlässliches Prognoseintrument, weil kein "Wahlstreet-Börsianer" seinen Einsatz verlieren will. Dadurch versucht er die Aktien einer Partei nicht teurer zu kaufen als das vermutete Wahlergebnis jener Partei. Denn zu Handelsschluss am Sonntag um 18 Uhr werden die Bestände eines jeden Depots zu den Preisen abgerechnet, die sich aus dem tatsächlichen Wahlergebnis ableiten lassen. Das heißt: Erreicht die CDU 42 % bekommt der Händler für jede CDU-Aktie in seinem Depot 42 Wahleuro gutgeschrieben. Hätte er die Aktie zu 43 Wahleuro eingekauft, würde er pro Stück einen Verlust von einem Wahleuro machen.

An der Wahl-Börse wird im Gegensatz zu den Umfragen Forsa, Infratest und Forschungsgruppe mit zwei Stellen hinter dem Komma gehandelt - und die können wahlentscheidend sein. Der Handel geht noch weiter bis zu Schließung der Wahllokale am Sonntag.

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