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Provokateur Nordkorea

Eines muss man den Nordkoreanern lassen: Sie reizen ihre Karte bis zum letzten Blatt aus. Nun gilt es, keine Kurzschlussreaktion zu provozieren.

Eines muss man den Nordkoreanern lassen: Sie reizen ihre Karte bis zum letzten Blatt aus. Seit nunmehr einem Jahr versucht die Regierung in Pjöngjang den Amerikanern Sicherheitsgarantien abzuringen, um als Mitglied auf der Achse des Bösen nicht das gleiche Schicksal zu erleiden wir der Irak.

Dabei setzt Nordkorea unverdrossen den einzigen Trumpf ein, über den das Land verfügt: seine Kapazitäten, Atomwaffen herzustellen. Fragt sich, wie lange sich die Amerikaner noch reizen lassen – und wie lange Pjöngjang das Spiel durchhält. Washington zeigt bislang keine Bereitschaft, Nordkorea aus seiner Isolation zu helfen.

Dabei ist eine sinnvolle Zusammenarbeit mit dem renitenten Regime wohl die einzige Möglichkeit, um eine Kurzschlussreaktion zu vermeiden. Nordkorea steht das Wasser wirtschaftlich bis zum Hals. Washington muss pragmatisch handeln. Ein zweiter Fall Irak dürfte Bush die Wiederwahl kosten.

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