Quartalszahlen
Kommentar: Infineons Zeit läuft ab

Die Zahlen sind katastrophal: Der Chiphersteller Infineon musste im abgelaufenen Quartal einen Verlust von 114 Mill. Euro hinnehmen. Analysten hatten zwar rote Zahlen erwartet, einen solch tiefen Fall hatte jedoch niemand prognostiziert.

Zur Erinnerung: Im Quartal zuvor hatte Europas größter Halbleiterproduzent noch einen Gewinn von 142 Mill. Euro eingefahren.

Sicher, im Vorquartal hatten hohe außergewöhnliche Lizenzeinnahmen den Gewinn nach oben getrieben. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Absturz nicht ganz so drastisch ausgefallen. Doch das ändert nichts daran, dass Infineon-Chef Wolfgang Ziebart durch die erneut dunkelroten Zahlen mächtig unter Druck gerät. Denn im Vergleich zu den Milliarden an Verlusten, die seit dem Börsengang im März 2000 anfielen, sind die seither erwirtschafteten Gewinne geradezu lächerlich.

Ziebart muss die frühere Siemens-Tochter in den nächsten Monaten in die Gewinnzone zurück führen, sonst ist es zu spät. So hohe Verluste wie im letzten Quartal kann Infineon nicht länger verkraften.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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