Quartalszahlen
Kommentar: Steiniger Weg für Infineon

Zugegeben, im abgelaufenen Quartal hat sich Infineon deutlich verbessert. Operativ erwirtschafteten die Münchener wieder einen Gewinn. Zufrieden stellend sind die Ergebnisse allerdings noch lange nicht. Unterm Strich musste Europas zweitgrößter Chiphersteller nämlich wie so oft in den vergangenen Jahren einen Verlust hinnehmen. Damit steht die frühere Siemens-Tochter nach wie vor schlechter da als die meisten anderen Wettbewerber.

So wie es aussieht, wird sich daran in den nächsten Monaten nichts ändern. Denn die Prognose für das laufende Quartal deutet darauf hin, dass die Zahlen nicht besser ausfallen als zuletzt. Es wird immer deutlicher, dass die Sanierung mehr Zeit kostet, als alle Beobachter erwartet hatten. Ein Beispiel: Nur langsam gelingt es Infineon, neue Mobilfunk-Kunden zu gewinnen. Bislang war die Firma fast ausschließlich vom Großabnehmer Siemens beziehungsweise dessen Nachfolger bei Handys, BenQ, abhängig. Bis Infineon Margen erzielt wie die Konkurrenz, werden mit Sicherheit noch einige Quartale vergehen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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