Quartalszahlen
VW hält den Druck hoch

Ein Meisterstück der bilanziellen Ertragsoptimierung sind die Quartalszahlen von Volkswagen gewiss nicht. Doch genau das war auch nicht gewünscht. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch hatte die Wahl, die Investoren zu enttäuschen, in dem er das Ergebnis innerhalb des rechtlichen Rahmens möglichst niedrig hält. Oder aber die Börse mit einem hohen Gewinn zu erfreuen und damit den Beschäftigten den Trugschluss zu erleichtern, dass die Restrukturierung gar nicht so dringlich ist. Er hat sich für die erste Lösung entschieden und das mit gutem Grund.

Die westdeutschen VW-Werke sind mit ihren zu hohen Kosten und schwerfälligen Strukturen nicht zukunftsfähig. Genau das signalisieren die enttäuschenden Ergebnisse der VW-Markengruppe. Massive Einschnitte bei der Belegschaft sind unumgänglich. Um sie durchzusetzen, muss der Druck hoch gehalten werden. Eine Entwarnung durch ein noch deutlicheres Gewinnplus wäre das falsche Signal gewesen. Nun müssen schnell Verhandlungslösungen folgen. Dann wird auch die Börse wieder schnell versöhnt sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%