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Rabatte der Telekom: Für Wiederverkäufer gibt's DSL billiger

Die Deutsche Telekom gewährt Wiederverkäufern schneller Internet-Abschlüsse hohe Preisnachlässe. Das erzürnt diejenigen Anbieter, die eigene Netze unterhalten.

HB FRANKFURT. Wie die Bundesnetzagentur am Dienstag mitteilte, hat die Telekom einen Abschlag auf die Endkundenpreise von 20 Prozent statt der bisherigen 11,5 Prozent vorgeschlagen. Dies erachtet der Regulierer auch als ausreichend: „Auf der Grundlage des neuen Telekom-Angebots kann ein effizienter Reseller künftig seine zusätzlichen Kosten, die ihm für Abrechnung, Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb von DSL-Anschlüssen entstehen, abdecken“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Daher müsse der Regulierer den Rabatt nicht mehr selbst festsetzen.

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Die Abschläge, von denen etwa die Konzerntochter T-Online oder der Internetanbieter United Internet profitieren, gelten rückwirkend zum 1. Juni. Der deutsche DSL-Markt wächst rapide, was sich auch im harten Konkurrenzkampf niederschlägt. Unangefochtener Marktführer ist die Deutsche Telekom. Nach Einschätzung von Experten wird der DSL-Markt in diesem Jahr um rund 40 Prozent auf 14,5 Mill. Anschlüsse zulegen.

„Die neuen Entgelte sind ein fairer Kompromiss zwischen den verschiedenen Interessen der Reseller, der infrastrukturbasierten Wettbewerber und auch der Telekom“, sagte Kurth. Die Netzagentur hatte im April ein Verfahren eingeleitet und geprüft, ob der bisherige Abschlag die zusätzlichen Kosten von Wiederverkäufern deckt. Reseller hatten höhere Abschläge auf den DSL-Endkundenpreis der Telekom gefordert. Dagegen hatten Wettbewerber mit eigener Infrastruktur, die nur das letzte Stück der Leitungen in die Haushalte von der Telekom anmieten, zu bedenken gegeben, dass ihr Geschäft durch zu hohe Abschläge für die Wiederverkäufer beeinträchtigt werden könnte.

Die Anbieter mit eigenem Netz sehen sich durch die neuen Preise benachteiligt. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) rechnete vor, dass ein Reseller nun 11,71 Euro monatlich für den DSL-Anschluss zahle, während sich die Kosten bei einem vergleichbaren Anschluss für ein Breko-Mitglied auf 16,15 Euro beliefen. Für Breko-Firmen sei die Schmerzgrenze überschritten, sagte Verbands-Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Zudem sei davon auszugehen, dass die Telekom die bislang üblichen Vergünstigungen wie Werbekostenzuschüsse weiter gewähre. In diesem Fall behalte sich der Breko vor, das Kontrollverfahren wieder aufzurollen, um eine deutliche Absenkung der Miete für die Teilnehmer-Anschlussleitung zu den Haushalten zu erreichen.

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