Ratings
Das Risiko bleibt

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Die großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch gehen in Verteidigungsstellung. Sie fühlen sich und ihre Aufgaben falsch verstanden. Sie bemühen sich um Aufklärung, geloben aber gleichzeitig Besserung. Doch die grundsätzlichen Probleme ihres Geschäftsmodells und ihrer Analysemodelle werden sie nicht beheben können.

Problem Nummer eins: Die Prognosen sind, zumindest teilweise, zu schlecht. Die Agenturen sind in die Kritik geraten, weil sie erst im Sommer damit begannen, den mit schwachen Subprime-Krediten privater US-Hypothekennehmer besicherten strukturierten Anleihen schlechtere Ratings zu geben. Inzwischen haben sie solche hochkomplexen Anleihekonstruktionen über mehrere Hundert Milliarden Dollar herabgestuft. Die Bewertungsmethoden wurden aber erst verschärft, als sich die Lage zuspitzte. Vor dem drastischen Preisverfall der Papiere, dem Austrocknen der Kreditmärkte und Milliardenabschreibungen der Banken hatten die Agenturen nicht gewarnt.

Das sei auch nicht ihre Aufgabe, heißt es nun zur Verteidigung. Ratings könnten nur etwas über die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten, Anleihen oder strukturierten Finanzierungen aussagen. Und dass liquide Märkte austrocknen, hätten auch die Banken nicht erwartet. Gleichzeitig kündigen S&P

Andrea Cünnen
Andrea Cünnen
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

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