Kommentare
Rendite statt Glamour

Mitten in der schwersten Krise schlagen ausländischen Investoren in der deutschen Medienbranche machtvoll zu. Damit endet die deutsche Sonderstellung, die glorreichen 90-er Jahre sind vorbei.

Die US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman wird mit 19,4 Prozent neuer Großaktionär der Axel Springer AG. Der Einstieg von Hellman & Friedman zeigt: Die Internationalisierung des deutschen Medienmarktes ist in vollem Gange.

Mitten in der schwersten Krise der Branche schlagen ausländischen Investoren machtvoll zu: Haim Saban und seine Wagniskapital-Partner bei ProSieben Sat1, Cinven und Candover bei Bertelsmann-Springer, der schwedische Medienkonkonzern Bonnier bei Ullstein Heyne List.

Damit endet die Sonderstellung der deutschen Medienbranche. Vobei sind die glorreichen 90-er Jahre, als deutsche Medienmacher im heimatlichen Markt weitgehend ungestört hantieren konnten. Heute zählt die Umsatzrendite und nicht der Glamour. Das muss für die Zeitungen, Fernsehsender, Buchverlage nicht zum Nachteil sein. Denn gerade renditestarke Medien zeichnen sich durch eine besonders hohe Qualität aus. Von ein paar Ausnahmen einmal abgesehen.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%