Robert Zoellick Kommentar: Der Anti-Wolfowitz

Mit der Auswahl des neuen Weltbank-Chefs beweist die Regierung von George W. Bush, dass sie international doch noch konsensfähig ist. Auf das Raubein und den Polarisierer Paul Wolfowitz folgt ein leise auftretender Pragmatiker.
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Robert Zoellick ist zudem ein ausgewiesener Fachmann, der sich in seiner langen Laufbahn viel Respekt auf der globalen Bühne erworben hat - als US-Diplomat bei den Gesprächen über die Deutsche Einheit, als Handelsbeauftrager bei den WTO-Verhandlungen mit China, als Europa-Experte und Vizeaußenminister und zuletzt als Investmentbanker bei Goldman Sachs.

Damit erscheint Zoellick als Anti-Wolfowitz, und Bushs Personalentscheidung wie eine Ohrfeige an die neokonservativen Hardliner um Vizepräsident Dick Cheney. Vor allem aber hilft die Personalentscheidung der Weltbank, weil sie sich endlich wieder ihrer Arbeit zuwenden kann. Die Debatte um das US-Vorschlagsrecht für die Weltbankspitze dürfte nun in sich zusammen fallen - denn einen besseren Kandidaten als Zoellick würden auch die Europäer und die Schwellenländer so schnell nicht finden.

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