Rücktritt Dörings
Böser Schlag für die FDP

Die FDP hatte sich gerade wieder halbwegs gefangen mit dem Erfolg bei der Europawahl und der Stimmungswende beim Dresdener Parteitag - und dann das. Ausgerechnet eine Parteispendenaffäre, ausgerechnet in Verbindung mit dem umstrittenen Lobbyisten Moritz Hunzinger, dessen Umtriebigkeit schon vor einigen Jahren eine Handvoll Spitzenpolitiker Amt und Ansehen kostete - das ist das Letzte, was die Liberalen brauchen können in diesen Tagen.

Vieles ist noch unklar in der Affäre um Walter Döring, den zurückgetretenen FDP-Bundesvize und baden-württembergischen Wirtschaftsminister. Aber so viel steht fest: Es gab eine Spendenbescheinigung für Hunzinger über 10 000 DM, auf der Dörings Name steht. Genauso viel Geld, wie jene Beliebtheitsumfrage kostete, die Döring 1999 bestellt hatte. Bei allen Unterschieden im Einzelnen - das reicht, um all die bösen Erinnerungen an die Möllemann-Affäre, die man mit dem Dresdener Parteitag schon überwunden geglaubt hatte, mit einem Schlag wieder aufleben zu lassen.

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