RWE
Kommentar: Falscher Zeitpunkt

Für ein Unternehmen gibt es eigentlich kaum etwas schöneres, als den Finanzmarkt über steigende Gewinne zu informieren. Im Fall RWE dürfte das aber nur mit Abstrichen gelten. Der Zwischenbericht, den der Energiekonzern vorgelegt hat, liefert Verbraucherschützern und Politikern in der aktuellen Debatte über Strompreise und den mangelnden Wettbewerb auf dem Energiemarkt neue Munition. RWE hat den Gewinn vor allem dank kräftig gestiegener Großhandelspreise und üppiger Einnahmen aus dem Netzgeschäft gesteigert - jenen Bereichen in denen der Konzern eine große Marktmacht hat.

RWE ist sich der Problematik offenbar selbst bewusst, warnt der Konzern doch ausdrücklich im Zwischenbericht, dass die Gewinne in Zukunft durch die neue Regulierungsbehörde deutlich sinken könnten. RWE-Chef Roels hat aber einen kleinen Trost: Wulf Bernotat, Chef des Erzrivalen Eon steht vor dem selben Problem: Deutschlands größter Energiekonzern legt am Donnerstag den Zwischenbericht vor - und das Bild dürfte nicht anders aussehen.

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