RWE
Kommentar: Großmann denkt langfristig

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Jürgen Großmann und der Kapitalmarkt - das ist bislang keine glückliche Verbindung. Zuerst enttäuscht der neue RWE-Chef den Markt mit der Absage des geplanten Börsengangs der Tochter American Water, dann kann er die Börse mit der eigentlich positiven Nachricht eines Börsengangs nicht überzeugen und jetzt verfehlt er mit der Bilanz die Erwartungen der Analysten. Entsprechend verschnupft reagiert die Börse.

Beim zweiten Blick werden die Finanzmarktexperten aber auch positives entdecken. Zum einen bringt Großmann den Traditionskonzern in Form. Seine Pläne die Organisation zu straffen, Doppelarbeit zu vermeiden und Zuständigkeiten zu klären, macht Sinn und wird sich noch auszahlen. Eine Alternative hat RWE angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs auch nicht.

Zum anderen agiert Großmann aktiver als sein Vorgänger Harry Roels. Er stockt das Investitionsbudgets auf, investiert in erneuerbare Energien und hat konkrete Zukäufe im Blick - etwa in Griechenland und der Türkei. Bis sich das auszahlen wird, wird es zwar noch eine Weile dauern. Aber Großmann denkt eben langfristig. Und langfristig wird das auch der Kapitalmarkt honorieren.

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