Sanofi-Aventis
Zu viele Flops

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Die negative Kursreaktion auf die gestrige Präsentation zum Forschungsprogramm des Konzerns spricht eine deutliche Sprache. Ähnlich wie bei etlichen Konkurrenten treffen dabei zwei Probleme aufeinander. Zum einen rückt der Ablauf einiger wichtiger Patente bei Sanofi-Aventis immer näher. So werden zwischen 2010 und 2012 mit den Krebsmitteln Taxotere und Eloxatin, dem Thrombosemedikament Lovenox und den Herzkreislaufpräparaten Plavix und Aprovel voraussichtlich fünf Bestseller den Patentschutz verlieren.

Zum anderen hat sich die Erfolgsquote des Konzerns in der Produktentwicklung in den letzten Jahren verschlechtert. Mehrere wichtige Hoffnungsträger, darunter das hochgelobte Diabetesmittel Acomplia, entpuppten sich bisher als Flops oder mussten deutliche Verzögerungen hinnehmen. Ein weiteres wichtiges Projekt, ein potenzielles Mittel gegen Alzheimer, hat man jetzt komplett eingestellt.

Rein von den Zahlen her kann sich die Forschung des Konzerns dabei nach wie vor sehen lassen. Mehr als 120 Produkte befinden sich nach Angaben des Unternehmens in klinischer Entwicklung, und etwa ein Viertel davon will Forschungschef Marc Cluzel bis Ende des Jahrzehnts in die Zulassungsverfahren bringen.

Entscheidend bleibt indessen die Frage, wie viele dieser Produkte tatsächlich die Ziellinie erreichen und wie viel Potenzial sie dann noch bieten. Die verbreitete Skepsis in dieser Hinsicht erscheint durchaus nachvollziehbar. Um sie zu überwinden, braucht der Pharmariese dringend ein paar klare Erfolge.

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