SAP
Kommentar: Licht und Schatten

Uff, möchte man fast sagen. Eine weitere böse Überraschung aus dem Hause SAP ist ausgeblieben. Der Softwareriese hat die Erwartungen der Branchenbeobachter und Analysten mit seinem neuesten Quartalsergebnis erfüllt. Dies allerdings nur so gerade eben. Ob das ausreichen wird, dem Markt die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Konzerns zu nehmen, ist zweifelhaft. Dazu bergen die Zahlen einfach zu viel Licht und Schatten.

Auf der Sonnenseite steht sicherlich das US-Geschäft. Um 22 Prozent legten die Erlöse aus Software-Lizenen dort zu. Das ist ein gutes Zeichen, sind doch gerade die USA nach dem Weggang des dort angesiedelten SAP-Vorstands Shai Agassi und wegen der Klage des amerikanischen Rivalen Oracle ein besonders sensibler Markt.

Auf der Schattenseite befindet sich dagegen die Profitabilität. Das Ergebnis enttäuscht, hier ist SAP doch noch einigermaßen weit von den eigenen Vorgaben entfernt. Das darf kein Dauerzustand werden, schließlich werden SAP-Chef Henning Kagermann und seine Mannen mit renditestarken Konkurrenten wie Oracle gemessen.

Am Ende können alle erst einmal durchatmen, so richtig tief allerdings noch nicht.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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