Schering AG
Bayer darf sich freuen

Der Berliner Pharma-Konzern Schering hat geradezu preußische Standfestigkeit bewiesen. Obwohl um das Unternehmen noch im Frühjahr ein in der deutschen Wirtschaftsgeschichte bislang einzigartiger Übernahmekampf entbrannte, setzte Konzernchef Hubertus Erlen eisern seine Renditeziele durch.

Mit einer operativen Rendite von 20 Prozent übertraf das mit der Anti-Baby-Pille groß gewordene Unternehmen Erlens ehrgeizigen Anspruch sogar noch. In der deutschen Branche kann da nur noch Altana mithalten, deren wichtigstes Produkt aber in absehbarer Zeit den Patentschutz verliert, ohne dass ein neuer Umsatzbringer in Sicht wäre.

Der Bayer-Konzern, der sich mit einem höheren Gebot und Zugeständnissen an das Schering-Management gegen das feindliche Übernahmeangebot von Merck durchsetzte, hat also allen Grund zu Freude.

Der profitable und wachstumsstarke Zukauf könnte den Leverkusenern helfen, ein Stück des alten Glanzes zurückzugewinnen. Allerdings sollten die beiden Unternehmen auch den internationalen Maßstab nicht aus den Augen verlieren: Denn bei den ganz Großen wie Pfizer oder Glaxo sind Margen von über 30 Prozent üblich.

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