Silvio Berlusconi
Politischer Wichtelmann

Vor wenigen Wochen – damals noch mitten im Wahlkampf – hat sich Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit Napoleon verglichen. Unter dem Eindruck sinkender Umfragewerte legte er kurze Zeit später nach und bezeichnete sich als „Jesus Christus der Politik“. Da sich seine Hoffnungen auf göttliche Erlösung nicht erfüllt haben, muss er sich den Vergleich mit einem Irdischen gefallen lassen, nämlich mit Gerhard Schröder. Auch dieser konnte sich eine Regierung ohne seine Beteiligung schlichtweg nicht vorstellen.

Dem „Cavaliere“ droht nun wie Schröder eine quälende Ausnüchterung vom Rausch der Macht. An deren Ende steht Bedeutungsverlust. Als Politiker ist Schröder schon vergessen; Schlagzeilen macht er allenfalls durch seine Nebenjobs.

Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage. Silvio Berlusconi verlässt die politische Bühne als Zwerg.

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