Société Générale
Vertrauensfrage

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Frankreichs Großbank Société Générale braucht Geld. 5,5 Milliarden Euro will das angeschlagene Institut in den nächsten Tagen von Anlegern einsammeln. Mit dem frischen Kapital muss die Bank das Loch in ihrer Bilanz stopfen, das ihr der Händler Jérôme Kerviel mit seinen unerlaubten Index-Zockereien eingebrockt hat.

Rein technisch braucht sich die Bankführung keine Sorgen zu machen: Die Kapitalerhöhung ist durch die Banken JP Morgan und Morgan Stanley garantiert. Die beiden US-Institute müssen also sehen, wie sie die neuen Aktien der Société Générale loswerden. Doch de facto ist die Kapitalerhöhung ein wichtiger Vertrauenstest für die französische Großbank.

Denn Société Générale wirbt um Geld – und damit um Vertrauen. Doch die bisherigen Erklärungen der Bankführung zu der Frage, wie Kerviel unbemerkt Positionen von 50 Milliarden Euro hat anhäufen können, lassen zweifeln, ob die Bank Vertrauen verdient. Denn die laufenden Anhörungen vor Parlamentsausschüssen und die Ermittlungen der Justiz haben Details zutage gebracht, die an der offiziellen Version eines geschickten Einzeltäters arg rütteln. Demnach hatte Kerviel offenbar doch Verbündete:

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