Sparkassen
Kommentar: Papiertiger

Auf dem Papier geben die Sparkassen bei fast allen Landesbanken als Mehrheitseigentümer den Ton an. Gleichwohl schalten und walten sie dort nicht. Daran wird auch die neue Drohgebärde der Sparkassen wenig ändern. Den Schlüssel für die überfällige Konsolidierung der Landesbanken halten vielmehr die Länderchefs in der Hand.

Doch die zaudern. Dabei ist die Ausgangslage günstig. So regieren in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen überall die Christdemokraten. Sie könnten eine schlagkräftige Nordbank schmieden. Doch noch will niemand auf eine eigene Landesbank verzichten. Dabei sollte dies den Länderchefs eigentlich leicht fallen. Schließlich haben sie ihre staatlichen Förderaufgaben längst in eigene Institute ausgelagert. Wozu brauchen sie da noch eine Landesbank?

Es wäre ein Armutszeugnis, wenn die Länderregierungen Fusionen von Landesbanken nur deshalb aus dem Weg gehen, weil sie eine Diskussion über einen Arbeitsplatzabbau bei den Instituten fürchten und eine prestigeträchtige Landesbank in der Region halten wollen.

Das wahre Asset sollten für die Länder ohnehin die Sparkassen darstellen. Sie sorgen gezwungenermaßen für eine regionale Entwicklung der Wirtschaftsstruktur. Viele Aufgaben übersteigen dabei jedoch die Kräfte selbst großer Sparkassen.

Die Blaupause für eine erfolgreiche Zukunft der Sparkassen-Finanzgruppe haben längst die Genossenschaftsbanken geliefert. Nach dem erwarteten Zusammenschluss von DZ und WGZ-Bank gibt es dort nur noch ein Spitzeninstitut. Die Genossen waren allerdings im Vorteil. Sie mussten nur ihre Mitglieder überzeugen – keine Politiker.

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