SPD Hamburg: Kommentar: Peinliche Panne

SPD Hamburg
Kommentar: Peinliche Panne

Wenn irgendwo auf der Welt Wahlzettel verschwinden, dann will sich in der Regel ein ungeliebter Diktator mit 99,8 Prozent bestätigen lassen. Eher weniger wäre da an die traditionsreichste Volkspartei Deutschlands zu denken. Und schon gar nicht an die SPD-Gliederung in Hamburg, die Bürgermeister wie Klaus von Dohnanyi und Henning Voscherau, einen Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller und einen Bundeskanzler Helmut Schmidt hervorbrachte.

Der Blick in die leere Wahlurne, in der plötzlich 1 000 Stimmen fehlen, gehört sicher zum Peinlichsten, was der durchorganisierten deutschen Parteienlandschaft je passiert ist. Doch unabhängig davon, wie der Klein-Klein-Machtkampf in Hamburg weitergeht: Auch das Instrument der Mitgliederbefragung ist desavouiert. Angenommen, wirklich alle Hamburger SPD-Mitglieder hätten sich an der Befragung beteiligt (was nicht der Fall gewesen sein dürfte), fehlte nach dem mysteriösen Schwund auf einen Schlag fast ein Zehntel der Stimmen.

Gewicht und Professionalität der – ach so beliebten – internen Voten der Parteien lassen zu wünschen übrig. Das hat Hamburg gezeigt.

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