SPD
Kommentar: Kurt Unbekannt

Wie heißt der SPD-Chef? Diese Frage können nach einer aktuellen Umfrage nur 35 Prozent der Bürger richtig beantworten – ein Armutszeugnis für den ja durchaus ins Scheinwerferlicht drängenden Kurt Beck.

Der Pfälzer, seit einem Jahr an der SPD-Spitze, hat sich das Bekanntheitstief selbst zuzuschreiben: Er redet viel, sagt aber wenig. Deshalb bleibt beim Publikum nichts hängen.

Mal will Beck sich für die Leistungsträger einsetzen, mal „erfindet“ er das Prekariat, mal verkündet er, Atomkraftwerke emittierten mehr CO2 als Braunkohlekraftwerke. Das alles ist Dampfplauderei oder schlicht Unsinn.

Wie Beck die SPD so zum Wahlerfolg führen will, bleibt rätselhaft. Eine erfolgversprechende Strategie ist nicht in Sicht – und die Parteibasis rebelliert gegen die eigene Regierungspolitik. Beck schielt auf die Basis und sagt: „Immer langsam mit d’Leut!“ Vizekanzler Müntefering hingegen fordert ein höheres Reformtempo. Gut möglich, dass bald niemand mehr die Frage beantworten kann: Was will die SPD?

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