Sportartikelhersteller
Puma-Chef Koch bläst zur Aufholjagd

Das könnte spannend werden für Franz Koch. Der neue Puma-Chef wird morgen zum ersten Mal die Bilanz des drittgrößten Sportkonzerns der Welt präsentieren und noch einmal deutlich machen, wie er seine Erlöse steigern will.
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MünchenDie Zahlen an sich werden wohl unspektakulär ausfallen. Analysten rechnen damit, dass das Traditionsunternehmen seine selbst gesteckten Ziele vergangenes Jahr erreicht hat. Eine viel größere Herausforderung dürfte es für den Manager werden, den Investoren seine Wachstumsstrategie nahezubringen. Das große Ziel hat ihm noch sein Vorgänger Jochen Zeitz hinterlassen: Der Umsatz soll bis 2015 von derzeit drei auf mindestens vier Milliarden Euro steigen.

Um die Erlöse zu steigern, will Koch die Marke mit dem Raubtierlogo wieder stärker im Sport verankern und deutlich mehr Turnschuhe, kurze Hosen und Trikots verkaufen. Derzeit stammen fast zwei Drittel des Umsatzes von etwa drei Milliarden Euro aus sportlichem Lifestyle. Das ist risikoreich, weil Puma damit stark von Modetrends abhängig ist. Noch tut sich Puma aber schwer damit, konkurrenzfähige Kickstiefel oder Fußbälle zu entwickeln. Das zeigt ein Blick in den Fachhandel. Unter den größten Lieferanten von Intersport rangieren die Franken lediglich auf Rang acht, mit absteigender Tendenz.

Selbst Mittelständler wie Jack Wolfskin oder Schöffel erzielen in den Läden des größten Sporthändlerverbunds Europas mehr Umsatz. Gerade wenn es um wichtige Sportarten wie Fußball gehe, seien Weltmarktführer Nike sowie Lokalrivale Adidas weit vor Puma, heißt es unter den Händlern.

Koch hat erkannt, dass seiner Firma die Glaubwürdigkeit unter den Sportlern fehlt. Deshalb wird Puma ab der kommenden Saison von sich aus den Deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund ausrüsten.

Doch Werbung allein reicht nicht. Es braucht vor allem attraktive Produkte, um gegen Nike und Adidas bestehen zu können. Händler rechnen mit mindestens zwei Jahren, bis Puma hier auf Augenhöhe mit den Konkurrenten ist. Das ist angesichts der ambitionierten Umsatzziele eine lange Zeit.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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  • Na ja Puma sollte sich nicht so weit aus dem fenster hängen. haltet den ball flach und steigt nicht so weit in die Luft. Ein schneller Fall ist immer möglich.

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