Statoil und Norsk Hydro
Kommentar: Gegenpol zu russischem Monopolisten

Ein neuer Energieriese entsteht in Europa: Die beiden norwegischen Konzerne Statoil und Norsk Hydro legen ihr Öl- und Gas-Geschäft zusammen und werden langfristig ein größeres Gegengewicht zum russischen Energieversorger Gazprom bilden können.

STOCKHOLM. Norwegen als weltweit drittgrößter Öl- und Gaslieferant nach Russland und Saudiarabien steht für verlässliche Gaslieferungen. Allerdings ändert sich die für die Abnehmer in Westeuropa durch die Bildung des neuen Konzerns zunächst nicht viel, da es in der Energiebranche stets langjährige Lieferverträge gibt. Erst auf Sicht kann die Abhängigkeit von dem russischen Konzern vermindert werden. Deutschland bezieht schon heute gut ein Viertel seines Erdgases aus Norwegen.

Der neue Konzern bleibt unter staatlicher Kontrolle, mehr noch: Der norwegische Staat will seinen Anteil sogar von 62 auf 67,5 Prozent ausbauen. Da gigantischen Investitionen bei der Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern und die immer größeren technischen Herausforderungen etwa bei der Förderung in der Arktis haben den Zusammenschluss notwendig gemacht. Für die Abnehmer von Öl und Gas sicherlich langfristig ein Vorteil.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent
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